• Kampfläufer

    Der Kampfläufer – (Calidris pugnax) ist ein mittelgroßer Watvogel mit einer durchschnittlichen Körperlänge von etwa 20 bis 30 cm und einer Flügelspannweite von 50 bis 60 cm. Männchen sind während der Brutzeit besonders auffällig mit ihrem prächtigen, variablen Federkleid, das von dunklen, erdigen Tönen bis zu helleren Farben reicht, und ihrem auffälligen Federkragen am Hals. Weibchen und nicht-brütende Männchen zeigen hingegen ein eher unscheinbares, sandfarbenes Federkleid, das eine hervorragende Tarnung in ihrem natürlichen Lebensraum bietet. Die orange-roten Beine, der mittellange vollständig schwarze Schnabel und bei Vögeln mit dunklerem Federkleid der markante Kranz weißer Federn am Schnabelansatz sind eindeutige Identifikationsmerkmale. Nicht gefährdet laut IUCN Kampfläufer sind typischerweise in Feuchtgebieten wie Sümpfen,…

  • Eine Sumpfohreule im Freisinger Moos gesichtet

    Unweit der Gemeinde Pulling wurde seit Beginn des Winters immer mal wieder eine Sumpfohreule gesichtet. Die Sumpfohreule (Asio flammeus) gehöhrt zur Familie der „Eigentlichen Eulen“ (Strigidae), das aufgrund seiner einzigartigen Anpassungen und seiner weitreichenden Präsenz in den Feuchtgebieten der Welt, von den ausgedehnten Moorgebieten Skandinaviens bis zu den weiten Graslandschaften Nordamerikas, von besonderem Interesse ist. Diese mittelgroßen Eulen zeichnen sich durch ihre langen Flügel, kurzen Schwänze und die charakteristische braune Färbung mit feiner Musterung aus, die sie meisterhaft in ihre bevorzugten offenen Landschaften integriert. Den Wecker falsch gestellt? Eine Eule die am Tag aktiv ist! Kennzeichnend für die Sumpfohreule sind die kaum sichtbaren Federohren, die im Gegensatz zu den prominenten…

  • Wiederansiedlung von Fischottern in Deutschland

    Wiederansiedlung von Fischottern in Deutschland

    Während es in den alten Bundesländern generell noch schlecht um ihn steht, scheint sich der Bestand in der Oberpfalz und im angrenzenden bayrischen Wald langsam wieder zu erholen. Ausgehend von einer kleinen lokalen Population, einem in den 1980er Jahren gestarteten Programm zur Wiederansiedlung von Fischottern an den Mündungsbereichen von Isar und Altmühl, aber auch über Zuwanderung aus Österreich und Tschechien breitet er sich seit etwa dreißig Jahren wieder kontinuierlich aus. Diese Erfahrungen decken sich mit den Daten aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, in beiden Bundesländern existieren noch zusammenhängende Restpopulationen. Seit den frühen 1990er Jahren zeigt sich auch hier eine Ausbreitungstendenz in westlicher Richtung. Der Bestand lässt sich nur schätzen Eine genaue…

  • Herbst am Thumsee

    Bad Reichenhall, Bayern – Nur wenige Kilometer südwestlich der Kurstadt liegt der idyllische Thumsee, ein malerischer Bergsee, der Besucher mit seiner natürlichen Schönheit und Freizeitmöglichkeiten (besonders als Badesee im Sommer) begeistert. Der Herbst am Thumsee ist dafür eher etwas für Individualisten. Der blau-türkise Thumsee erstreckt sich über eine Fläche von etwa 12 Hektar. Seine tiefste Stelle liegt 21 m unter der Wasseroberfläche. Die maximale Ausdehnung in Ost-Westrichtung ist in etwa einen Kilometer, an der breitesten Stelle misst der See ca. 325 m. Umgeben von dichten Wäldern und einer atemberaubenden Alpenlandschaft bietet sich ein beeindruckendes Panorama. Ausserhalb der Saison geht´s viel ruhiger zu… Der Name des Thumsees leitet sich vom lateinischen dumosus ab,…

  • Wie fotografiert man Polarlichter?

    Wie fotografiert man Polarlichter? Eine kurze Anleitung wie man Nordlicht fotografieren kann. Der eigentliche Moment der Aufnahme ist aus fotografischer Sicht recht einfach. Du stellst ein Stativ auf, befestigst die Kamera, setzt ein Weitwinkelobjektiv auf und verwendest einen Fernauslöser.

  • Die Zauneidechse – Reptil des Jahres 2020/2021

    Die Zauneidechse ist eine relativ kleine Eidechsenart, die normalerweise eine Körperlänge von 15 bis 20 Zentimetern erreicht. Insbesondere die Männchen zeichnen sich durch ihre lebendigen Farben aus. Während der Paarungszeit können die Männchen eine auffällige grüne oder bläuliche Färbung entwickeln, die auf dem Rücken und den Seiten gut sichtbar ist. Ein markantes Merkmal ist der Nackenkamm, der bei den Männchen während der Balz aufgestellt wird. Die Weibchen sind in der Regel gleichmäßig bräunlich gefärbt. Zauneidechsen haben das „dritte Auge“ Das dritte Auge sitzt zentral auf dem oberen Eidechsen-Schädel und ist eine Öffnung mit einer lichtdurchlässigen Schuppe. Damit können sie hell und dunkel sowie Bewegungen wahrnehmen. Wird es am helllichten Tag…

  • Keine Aufnahme ohne Gegenlichtblende

    Neue Artikelserie "Baumloewe erklärt": Keine Aufnahme ohne Gegenlichtblende! -- Einer der größten Fehler, den ein Fotograf machen kann, ist auf die Gegen- oder Streulichtnlende zu verzichten. Qualitätsverluste sind vorprogrammiert!

  • Ein Baum voller Waldohreulen

    In Attaching, einem Ortsteil der Kreisstadt Freising hat sich ein Trupp Waldohreulen eine große Lärche als Schlafbaum und Winterquartier ausgesucht. Mitten im Ort. Der Lärm der sogenannten Zivilisation scheint die Tiere überhaupt nicht zu stören. Egal ob staunende Menschen oder vorbeifahrende Autos. Im Gegenteil: Gelangweilt schauen die Vögel dem Treiben zwei Etagen weiter unten zu und genießen die Wintersonne.

  • Seevogel des Jahres 2021 – die Weißwangengans

    Mit der Weißwangen- oder Nonnengans (volkstümlich) hat der Verein Nordsand diesmal einen Jahresvogel gekürt, der nicht aufgrund seiner akuten Bestandsgefährdung in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden sollte. Im Gegenteil: Die Population der Weißwangengänse in Deutschland wächst seit Jahren stetig an. Von einem Tiefpunkt in den 1950er Jahren vollzog sich eine immense Zunahme. Gab es 1970 nur noch rund 50.000 Exemplare, wird der Gesamtbestand in Europa momentan auf ca. 440.000 Tiere geschätzt.

  • Schwanenbalz am Speichersee

    Kaum ist die Wintersonnenwende überschritten, beginnen die ersten Kanidaten sich für die kommende Brutsaison zu rüsten. Der Speichersee und die angrenzenden Teiche bei Ismaning, nordöstlich von München, sind im Winter ein bevorzugtes Rückzuggebiet für Wasservögel aller Art. Das seit 1962 unter Schutz gestellte Areal gilt als eins der drei bedeutendsten Mausergebiete für Wasservögel in Europa.